In diesem Jahr waren die Medien voll von Dokumentationen, Berichten, Spielfilmen und dergleichen. Auch in unserem Angerblatt sollte an das Kriegsende vor 70. Jahren erinnert werden.

Es bedarf an dieser Stelle auch nicht einem geschichtlichen Exkurs, denn darüber wurde bislang ausreichend berichtet. Viel wichtiger ist für unsere Gemeinde auch derer zu gedenken, die als einfache Soldaten in den bis heute grausamsten und verlustreichsten Krieg ziehen mussten. Für viele noch heute ansässige Familien unseres Ortes kam neben dem Elend dieser Zeit der Verlust eines geliebten Menschen hinzu. In den sieben Kriegsjahren verloren 30 Baalsdorfer Männer ihr Leben. Der Jüngste war erst 17 Jahre alt, der Älteste 44. Da es keinen Gedenkstein für Sie gibt, sollen Sie hier genannt sein:

  • Alfred Martin
  • Alfred Cylok
  • Erich Bickard
  • Martin Herrmann
  • Rudolf Kresse
  • Kurt Jacob
  • Alfred Hans
  • Gerhard Hans
  • Herbert Hans
  • Herbert Müller
  • Rudolf Seyfert
  • Erich Donath
  • Erwin Lehmann
  • Arthur Heidel
  • Kurt Löwe
  • Hugo Völzke
  • Alfred Meissner
  • Reinhard Lindner
  • Walter Kurig
  • Herbert Ring
  • Alfred Rogoll
  • Hermann Warmuth
  • Heinz Saupe
  • Max Holze
  • Alfred Wolfensteller
  • Otto Kunth
  • Wilhelm Süptitz
  • Kurt Erich Lindner
  • Erich Hermann
  • Erich Fischer

Dem mittlerweile verstorbenen Herrn Johannes Härting war es ein besonderes Anliegen einen Gedenkstein auf dem Baalsdorfer Friedhof zu errichten, da er fast alle Gefallenen persönlich aus Kinder- und Jugendtagen kannte. Wäre die Umsetzung dieses Wunsches nicht eine gute Möglichkeit in unserer Gemeinde ein Symbol für die enge Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu errichten? Gerade in Hinblick auf aktuelle Geschehnisse wäre es ein mahnendes Zeichen für Krieg, Tod, Elend und Flucht.

Steffen Golde

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