In unserem Ort gibt es gleich mehrere Wohnhäuser, die nach erstem Anschein ins 18.Jh. datiert werden können.    Durch entnommene Holzproben und deren Bestimmung kann eine genaue Klärung erfolgen. Es besteht die Möglichkeit eine Holzscheibe von einem bereits ausgebauten Balken zu entnehmen, wie auch einen Bohrkern aus einem tragenden Bauteil zu gewinnen, ohne dabei selbst seine statischen Eigenschaften zu reduzieren.

Auf diese Weise könnte so, unter Mithilfe der jeweiligen Eigentümer, das älteste Haus von Baalsdorf ausfindig gemacht werden.

Die Umsetzung dieser Idee stellt ein lohnendes Ziel dar, nicht zuletzt, da es bisher kein vergleichbares Projekt in der näheren Umgebung gab und das Resultat ein weiteres Highlight in unserer Gemeinde wäre. Die Untersuchungen der Holzproben könnten kostenfrei durchgeführt werden.

Bei einer Ortsbegehung kann nach geeigneten Bereichen für eine Probenentnahme zur dendrochronologischen Untersuchung gesehen werden, falls nicht bereits ein vielversprechendes Holz vorliegt. Für die nachfolgenden Grundstücke in der historischen Ortsmitte kann somit die genaue Erbauungszeit des Hauses festgestellt werden.

Brandiser Straße Nr.: 48, 55, 55a, 57, 59, 77, 91; Baalsdorfer Anger Nr.: 2, 4, 22, 24, 46; Mittelweg Nr. 2

„Dendrochronologie“ setzt sich aus mehreren Worten zusammen – aus dem Griechischen von  déndron „Baum“, chrónos „Zeit“ und lógos „Lehre/Wissenschaft“, was also die „Lehre/Wissenschaft vom Baumalter“ bedeutet. Sie stellt eine Datierungsmethode in verschiedenen Fachbereichen dar, bei der die Jahresringe von Bauhölzern anhand ihrer unterschiedlichen Stärke bestimmten Wachstums- zeiten zugeordnet werden.

Mit Hilfe der Jahrringanalyse bei verbauten Hölzern können Bauzeiten von Gebäuden sehr genau ermittelt werden. Präzise Ergebnisse sind allerdings nur möglich, wenn das verbaute Holz noch die sogenannte Waldkante besitzt, wenn das Holz erstverwendet wurde und sich noch am Ort der Erstverwendung befindet. In der Regel ist das Fälldatum des Baumes identisch mit dem Jahr des Einbaus. Fehlen Jahresringe (Differenz zur Waldkante), sind nur Annäherungswerte möglich (in der Regel ± 10 Jahre, z.B. um/nach 1752).

Bei Interesse melden Sie sich bitte unter der Tel.nr.: 0175-8117853.

Steffen Golde

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